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  Alex-Stuntman
 
Alex-Stuntman

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Nicht nachmachen, Kinder: University Place- Eingeborener nun ein Hollywood Stuntman
Von Dächern springen, durch Flammen rennen, Autos schrotten. Es ist der Traum eines jeden kleinen Jungen. Für den aus University Place, WA stammenden Justin Sundquist ist es eine Karriere. Er hat sie letzten 14 Jahre damit verbracht, Schläge für Hollywoodstars einzukassieren.

Momentan ist Sundquist, 37, das Stuntdouble für “Hawaii Five-O” Star Alex O’Loughlin. Die Neuverfilmung der beliebten 1970er Fernsehserie handelt von einer funktionalen Polizeieinheit, die von Detective Steve McGarrett (Alex O’Loughlin) geleitet wird. In der Original-Serie wurde die Rolle von Schauspieler Jack Lord gespielt.

McGarrett‘s Spruch “Book em, Danno” (übers.: Buch ihn, Danno) nach einer actionreichen Überwältigung eines Kriminellen, wurde von Lord publiziert. Doch es ist nicht O’Loughlin, der bei einem niederschmetternden Kampf oder Sprung aus dem Auto gefährdet ist, sich die Rippen zu brechen oder die Zähne auszuschlagen. Es ist Sundquist.

In einem Telefoninterview aus Los Angeles, wo er gerade, während einer kurzen Drehpause von „Hawaii Five-O“, an einer neuen Serie arbeitet, erzählt Sundquist was ihn dazu gebracht hat die Zielscheibe von Fäusten und Füßen zu werden.

“Leider kennt man mich schon immer als jemand, der die ganzen harten Schläge kassiert.“, sagt Sundquist. Sundquist sagt, dass sein Interesse an Stunts bereits in jungen Jahren begann, was sein Bruder Aaron bestätigt.„Wir haben richtig dumme Sachen angestellt.“, sagt Aaron.

In University Place aufgewachsen, machten sie Tiltow Beach zu ihrem Garten und die nahgelegenen Bahnschienenanlagen  zu ihren Spielzeugen. Das beinhaltete auf fahrenden Zügen zu fahren und von Auto zu Auto zu springen. „Justin war jedem überlegen.“, sagte sein Bruder. „Es gab Sachen, die nur er machen konnte.“

Aaron Sundquist sagt, dass während er und seine Schulfreunde von der Mitte der Zughöhe sprangen, sprang Justin von ganz oben. „Er hatte keine Angst. Er würde alles machen.“

Heute, als Profi, schaut Justin Sundquist entsetzt auf diese jugendhaften Stunts zurück. „Das ist verrückt.  Man weiß nicht was einen erwartet. So etwas macht man nicht als Stuntman.“


NACH DER HIGH SCHOOL
Nach seinem Abschluss von der Curtis High School 1992 spielte Sundquist für ein Jahr Football an der Washington State University. Er wechselte dann zur Central Washington University in Ellensburg, wo er mit Jungendfreund Beau Baldwin zusammenlebte mit welchem er seine Vorliebe für Stunts weiter auslebte.

Baldwin, der nun der leitende Footballtrainer an der Eastern Washington University ist, sagt Sundquist hätte Briefkästen Kopfnüsse gegeben und Saltos entlang einer Rolltreppe in einem Casino in Reno gemacht.

Sundquist graduierte von der Central Washington University im Jahre 1996 mit einem Diplom in Psychologie. Da er keinen höheren Abschluss anstrebte, bekam er einen Montagejob bei einer Gasfirma in Tacoma. Dort war es, wo er sich mit einem älteren Arbeiter anfreundete, welcher davon redete Reue über verpasste Möglichkeiten zu haben. „Er erzählte mir stets wie sehr er sich wünschte dies oder das gemacht zu haben.“, erinnert sich Sundquist.

 
Im Jahre 1997 erzählte er seiner damaligen Freundin und heutigen Ehefrau, Heidi McMahon, dass er seinen Job kündigen und in Süd Kalifornien leben und als Stuntman arbeiten wolle. „Sie unterstütze mich und sagte: ‚Na, wenn es das ist was du machen willst.‘“, erzählt er.

Ein Jahr später, welches er zumeist in seinem Auto gelebt hatte, hatte er noch nichts erreicht. Es war sehr schwer, in die Stuntmanbranche zu gelangen. „Tausende von Leuten versuchen in das Geschäft zu kommen, genauso wie die Schauspieler. Ich war kurz davor das Handtuch zu schmeissen.“ Aber innerhalb weniger Tage nach seiner Resignation kam sein erster großer Durchbruch. Seine Footballkenntnisse verschafften ihm einen Job als Footfallplayer in eine, Videospiel von EA Sports. Anschließend bekam er die Möglichkeit, bei‘Screen Actors Guild‘ Mitglied zu werden, und die Tür stand ihm offen. Heidi zog zu ihm nach Südkalifornien. Das Paar ist nun seit neun Jahren verheiratet und hat einen Sohn namens Ryder.

DIE KUNST DES STUNTS
In Filmen sind Stunts normalerweise geschichtenerzählende Elemente, welche die Essenz der Spontanität verkörpern. In der Realität sind sie alles andere als das.

Sorgfältige Vorbereitung und Vorsicht sind das, was den Stuntman gesund und arbeitsfähig hält. „Es ist alles durchgeplant. Das ist die ganze Stuntmanphilosofie.“, sagt Sundquist. „Der Spaß hält nicht lange.“

Im Sprachgebrauch der Filmindustie sind zum einen Stuntdoubel und zum anderen unbestimmte Stuntmen (non-descript, ND). Ein Doubel steht für einen bestimmten Schauspieler, so wie Sundquist für O’Loughlin in „Five-O“. Unbestimmte Stuntmänner sind unbenannte Charaktere, welche in die Luft gesprengt, von Gebäuden geschubst oder von Autos gerammt werden.

Ein Stuntkoordinator stellt seine Crew zusammen. Beim Casting schaut der Coordinator nach jemandem, der als ein bestimmter Schauspieler durchgehen kann. Viele Stuntmänner entwickeln auch spezielle Fähigkeiten, so wie Sundquist bekannt ist für Schläge zu kassieren.

Während ein Stuntman einen Schlag simulieren kann, so wird er von einem Auto tatsächlich getroffen.
Er nennt diese bestimmte Aufgabe „den schlechtesten Stunt den es gibt.“ Der Schlüssel zur Vermeidung einer Verletzung ist der erfolgreiche Sprung auf die Motorhaube eines 15-20 mph schnellen Autos und den darauffolgenden Fall zu Boden.

Während Sundquist eine beachtliche Summe an Zeit damit verbracht hat, über Autos zu rollen, hat er sich hinter dem Steuer am erfolgreichsten bewährt. „Es ist die natürliche Entwicklung eines alternden Stuntman.“, sagt er. Und obwohl Autofahren weniger gefährlich aussieht als von Gebäuden zu fallen, ist es nicht unbedingt so. „Wenn Sachen im Auto schiefgehen, dann gehen sie wirklich schief.“, sagt Sundquist. Er ist gut geworden, Autos um die Ecke zu weichen.“Es sieht so aus, als hättest du die Kontrolle verloren, obwohl du immer noch in Kontrolle bist. Sonst würdest du eine Kamera oder sogar eine Person mitschleifen.“

DIE ANONYMITÄT DES STUNTSMANS
In einer neuen Episode von „Hawaii Five-O“ jagt Schauspieler O’Loughlin einen Verbrecher (gespielt von Sänger, Schauspieler und bis kürzlich noch Mitbesitzer von Tacoma Rainers Nick Lachey) auf einem Touristenbus. O’Loughlin scheint auf ein Auto zu springen, um von da aus in den Bus springen zu können.

In Wahrheit stoppen die Kameras in dem Moment wo O’Loughlin den Fuß auf das Auto stellt. Alles Weitere macht Sundquist, gekleidet wie O’Loughlin. Er macht den 3 Meter-Sprung von Auto zu Bus, wo er auf dem Bauch landet. Durch Kamerawinkel und sorgfältigem editieren sieht nichts so aus, als wäre es jemand anderes als O’Loughlin selber, der den betrügerischen Lachey mit seinen Stunts überwältigt.

„Und genau so soll es sein.“, sagt Sundquist. „Mein Job ist es, Alex gut aussehen zu lassen. Es geht nicht um den Stunt-Typen. Es geht darum, den Charakter so zu formen, wie man ihn haben will. Die Öffentlichkeit mag es zu denken, der Schauspieler mache alle seine Stunts selber.“

Zusätzlich zu einer passenden Garderobe, Dienstmarke und Waffe, bekommt Sundquist oft auch noch O’Loughlin’s Tattoos aufgemalt.

Abgesehen davon, dass Stuntmänner talentierter und erfahrender in ihrer Arbeit sind als die meisten Schauspieler, gibt es wirtschaftliche Gründe, warum sie gebraucht werden: „Schauspieler sind wertvolle Güter und wenn sie sich verletzten, wird die Produktion gestoppt.“, sagt Sundquist. „Es ist kaum zu glauben wie viele Schauspieler sich bei einem 20 Meter Lauf die Achillessehnen zerren.“

REAL DANGERS
Obwohl Sundquist als furchtlos gilt hat er bereits Stunts abgelehnt. Zum Beispiel ein 25-Meter Fall. „Ich habe es nie geübt. Das ist nichts für mich.“

„In der Realität sind besonders die alltäglich aussehenden Stunts die gefährlichsten und einige, die am gefährlichsten aussehen, sind sie sichersten.“, sagt Sundquist. „Ein freier Fall ist wirklich selten.“ Normalerweise seilt ein Stuntman sich ab, womit solch ein Stunt ein eher sicherer ist.
Verletzungen passieren mal hier und da und das ist warum Stuntmänner ihren Stunt gerne in einer einzigen Aufnahme machen. „Das schlimmste ist, wenn der Regisseur sagt: ‚Das war großartig. Können wir das nochmal machen?‘‘.
Sundquist war bisher viermal verletzt. Die schlimmste Verletzung fügte er sich bei der HBO Vampirserie „True Blood“ zu. Während eines „ratchet“ Stunt, in welchem ein Kabel den Stuntman mit voller Wucht zurückzieht, stieß sich Sundquist seinen Kopf auf dem Betonboden. Er war für einige Momente bewusstlos, stand dann auf und erzählte der Crew er würde es nun noch einmal probieren. Er erinnert sich, wie jemand zu ihm sagte: „Du hättest den Aufprall hören sollen.“ Produzenten forderten ihn auf, sich in einem Krankenhaus durchchecken zu lassen. Die dann diagnostiziere Hirnblutung zwang ihn dazu, 5 Monate nicht zu arbeiten. „Das hat meiner Frau eine ganz andere Sichtweise gegeben.“, sagt er. 

Obwohl er behauptet, sein Unfall sei ein Zufall gewesen, hat er seine Karriere seither in eine weniger gefährliche Richtung gedreht, was teilweise auch auf seine Frau Heidi zurückzuführen ist. Neulich war er zweiter Regisseur in dem DVD-Horrorfilm „Pig Hunt.“

Das heißt nicht,  dass Sundquist bereit ist, seine Stuntman Karriere aufzugeben. Ein Teil davon bedeutet, immer in Form zu bleiben. Er musste kürzlich sein normales 11 Prozent Körperfett auf 4 Prozent bringen,  um so auszusehen wie Schauspieler Arjun Rampal, welchen er in dem Bollywood sci-fi „Ra.One.“ gedoubelt hat. Er musste sich ebenfalls den Kopf kahl rasieren und sich täglich mit Bräunungsspray besprühen, um sich der Hauptfarbe des Schauspielers anzupassen.

Wo auch immer ihn seine Karriere hinbringen mag, Freunde wie Baldwin sagen, er wird gut sein in allem, was er macht. „Es schockt mich nicht, dass er es geschafft hat“, sagt Baldwin. „Er arbeitet hart. Er ist besessen.“


EINE LANGE LISTE DER SCHLÄGE

Justin Sundquist’s 14 Jahre als Hollywood Stuntman haben ihm mehr als 100 Mal in Filmen und Serien, von „The X-Files“ bis „Heroes“ mitspielen lassen. Im Folgenden sind einige seiner Karrierehighlights.


“Pearl Harbor” (2001):  Die Tragik des zweiten Weltkrieges war “intensiv”, sagt Sundquist. „Die Stunts mussten perfekt sein. Wir konnten sie nicht proben.“
“Ocean’s 11” (2001):  Matt Damon’s Stuntdoubel.
“Training Day” (2001):  Ethan Hawk’s Stuntdoubel.
“The Longest Yard” (2005): Burt Reynolds’ Stuntdoubel..
“Mr. Woodcock” (2007): Seann William Scott Stuntdoubel
 “Vantage Point” (2008): Secret Service Agent mit Sprechrolle
“24” (2010): Sundquist gewann drei Screen Actors Guild Auszeichnungen für seine Stunts in der Serie.
“Transformers: Dark of the Moon” (erscheint im July 2011): „Die Zusammenarbeit mit Regisseur Michael Bay war herausfordernd“, Sundquist said. “Er mag es, an die Grenzen zu gehen.”

Übersetzung-steph-Vielen lieben Dank!

Hawaii Five-0 - Stunt-Double verklagt Sender CBS nach Autounfall am Set
www.moviepilot.de/news/hawaii-five-0-stunt-double-verklagt-sender-cbs-nach-autounfall-am-set-189604


Im Juli 2016 verletzte sich der Stuntman Justin Sundquist während der Dreharbeiten zu Hawaii Five-0 bei einem Autounfall. Jetzt hat er gemeinsam mit seiner Frau nach Informationen von Deadline Klage gegen den Sender CBS und mehrere an der Serie beteiligte Produktionsfirmen eingereicht. In der Szene doubelte Sundquist den Hauptdarsteller Alex O'Loughlin und verfolgte einen Autofahrer, von dessen Auto er schließlich angefahren wurde. Aufgrund der Verletzungen könne er nicht mehr als Stuntman arbeiten.

Justin Sundquist wirft einer unbenannten Person Vernachlässigung von Sicherheitsmaßnahmen und den Missbrauch von Schmerzmitteln vor. In der Klageschrift heißt es, dass am Morgen des Unfalls

Im Juli 2016 verletzte sich der Stuntman Justin Sundquist während der Dreharbeiten zu Hawaii Five-0 bei einem Autounfall. Jetzt hat er gemeinsam mit seiner Frau nach Informationen von Deadline Klage gegen den Sender CBS und mehrere an der Serie beteiligte Produktionsfirmen eingereicht. In der Szene doubelte Sundquist den Hauptdarsteller Alex O'Loughlin und verfolgte einen Autofahrer, von dessen Auto er schließlich angefahren wurde. Aufgrund der Verletzungen könne er nicht mehr als Stuntman arbeiten.

Justin Sundquist wirft einer unbenannten Person Vernachlässigung von Sicherheitsmaßnahmen und den Missbrauch von Schmerzmitteln vor. In der Klageschrift heißt es, dass am Morgen des Unfalls

" eine wichtige Person mit der Verantwortung für Sicherheit [am Set] unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, was die Verletzungen und [körperlichen] Schäden von [...] Sundquist auslöste und/oder mit beeinflusste. [Die Person] verleitete bestimmte Stuntperformer zu einer Gegenleistung: Wenn sie ihn mit Pillen versorgten, gebe er ihnen Arbeit. "

Die Anschuldigungen gehen noch weiter: So soll bereits eineinhalb Jahre vor dem Unfall eine Mail an mehrere Verantwortliche von Hawaii Five-0 gesendet worden sein, in der auf die Situation am Set aufmerksam gemacht wurde. Darauf hätten die Beklagten aber nicht reagiert und die Produktion trotz der Vorwürfe unverändert fortgesetzt.





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Channery, 17.11.2011 um 05:43 (UTC):
Geez, that's uenlbieavble. Kudos and such.



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